Seit der Wende kümmert sich Armin Gutsche im Vorstand um den Eisenbahner Sportverein Wittenberge

Treue Seele: Armin Gutsche bringt sich seit 30 Jahren in die Geschicke des ESV Wittenberge mit ein

„Er ist jung geblieben und ganz entspannt“ – das sagt Thorsten Beckendorf, 2. Vorsitzender des Eisenbahnersportvereins (ESV) Wittenberge über Armin Gutsche. Unlängst feierte der Vorsitzende des ESV seinen 60. Geburtstag. Als Geschenk erhielt er nicht nur einen Präsentkorb vom Verein, auch der Kreissportbund hatte sich für Armin Gutsche eine Überraschung ausgedacht: KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich überreichte dem Geburtstagskind die Goldene Ehrennadel des KSB. Nicht für den Geburtstag, sondern für seine Treue zum Verein und sein unermüdliches, ehrenamtliches Engagement. Gleich nach der Wende hat Thorsten Beckendorf den damals 2. Vorsitzenden Gutsche in seiner Funktion als Sponsor des ESV als jemanden kennengelernt, „der immer für den Verein da ist, und da ist, wenn du ihn wirklich brauchst“.

Bei Lok Wittenberge gab es 20 Sportabteilungen zu DDR-Zeiten

Seit seiner Kindheit ist Armin Gutsche sportlich aktiv, spielte Fußball bei Lok Wittenberge. „Ich war allerdings ein Spätzünder“, sagt Gutsche über die Anfänge mit 15 Jahren. Tatsächlich habe er vorher mit Flossenschwimmen seine sportliche Laufbahn begonnen. „In der Jahnschule in Wittenberge gab es eine ganz kleine Schwimmhalle mit einem Becken, das nicht länger als 15 Meter war.“ Dort wurde trainiert, besonders die Wenden. „Das hat uns bei Wettkämpfen in Wismar, Rostock oder Schwerin immer Vorteile gebracht und damit vordere Plätze. „Zur Wende war ich zweiter Mann hinter Ulrich Kaliske“, erzählt Armin Gutsche aus der jüngeren Vergangenheit. Es galt, den Verein in die neuen Zeiten zu überführen. Immerhin zählte der jetzt ESV genannte zu DDR-Zeiten als Lok Wittenberge noch 20 Abteilungen. „Das war bestimmt nicht einfach“, sagt Thorsten Beckendorf, „und ich bin sicher, dass es ohne die Arbeit von Armin den Verein heute nicht so geben würde.“ 1995 wurde Gutsche zum 2. Vorsitzenden gewählt, 2014 zum Chef des Vereins mit zur Zeit an die 500 Mitglieder – und damit größten von Wittenberge.

Fußball-Landesmeisterschaft der Altherren und Altsenioren nach Wittenberge geholt

Von den 20 Abteilungen sind zur heutigen Zeit noch zwölf zu verwalten: Kraft- und Radsport, Gymnastik und Seniorensport, Tischtennis, Schach, Ringen und Leichtathletik sowie die große Zwergen-Turngruppe. Bei den Fußballern ist heute noch die Altherren-Riege aktiv, allerdings in einer Spielgemeinschaft mit Veritas. Und hier findet sich auch Armin Gutsche als Sportler und als Funktionär. Kurz vor dem ersten Lockdown ist es Gutsche und dem ESV im vergangenen Februar gelungen, die Fußball-Landesmeisterschaften für Ü35- und Ü50-Mannschaften nach Wittenberge zu holen.„Das kriegst du nur alle zehn, 15 Jahre hin“, so Gutsche. Und auch nur dann, wenn alle zusammenhalten. Solidarität ist das große Motto vom ESV-Vorsitzenden. Ein paar Abteilungen sind es, die intensive, auch finanzielle Betreuung, bedürfen. Wenn möglich werden Förderungen beschafft, „die gibt es aber meistens nur, wenn du mindestens an Landesmeisterschaften teilnimmst wie die Ringer oder Leichtathleten.“ Jetzt kommt der Solidargedanke ins Spiel, denn von dem, was bei anderen Abteilungen übrig bleibt, werden Kosten für Wettkämpfe und den Vereinsbus bestritten. Stolz ist Gutsche auch auf Großveranstaltungen, die sein Verein in der vergangenen, nicht pandemisch beeinflussten, Zeit jährlich gestemmt hat. Dazu zählen das Stadionfest der Leichtathleten, Ringer- und Schach- sowie Tischtennisturniere. „Das sind fast alle Großveranstaltungen, die in Wittenberge stattfinden.“

Minigolfplatz auf dem ESV-Gelände geplant

Diese fallen 2021 wegen der Corona-Beschränkungen zum großen Teil wahrscheinlich weg. Aber es gibt noch genug anderes zu tun für den umtriebigen Ehrenamtler. „Wir wollen das Vereinsgelände auf Vordermann bringen.“ Da wurde ein Kleinfeldplatz für die Altherren-Mannschaften angesät, eine Minigolfanlage für Feiern ist geplant. In der ESV-Sporthalle am Deich werden nach den Sanitärräumen noch die Toiletten „auf Zack“ gebracht. Und überall ist der 60-Jährige dabei. „Einer muss ja den Hut aufhaben“, sagt der Macher zu seinem Engagement.

„Quelle: sportbuzzer.de“

Geld für Prignitzer Sportstätten

Goldener Plan 2021 bis 2024 der Landesregierung umfasst 25 Millionen Euro / Richtlinie des Ministeriums mit Änderung.

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 24.02.2021

Der Startschuss fiel vor knapp zwei Wochen: Der Goldene Plan Brandenburg 2021 bis 2024 ist aufgelegt. Für die Umsetzung des Sportstättenförderprogramms, für das in den kommenden Jahren 25 Millionen Euro bereitgestellt werden, hat das Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport nun die notwendige Richtlinie veröffentlicht. Das Land gewährt darin Zuwendungen (nicht rückzahlbare Leistung) für Baumaßnahmen an vereinseigenen bzw. gepachteten Sportanlagen und Vereinsräumen sowie kommunalen Sportstätten.
Neu ist einerseits, dass der Goldene Plan ab sofort nicht mehr nur für Vereine abseits der Städte, sondern für alle zutrifft. Denn das Kommunale Infrastrukturprogramm (KIP), das in den vergangenen Jahren Förderungen für den Sportstättenbau in Städten unterstützte, ist im vergangenen Jahr ausgelaufen.
Andererseits gehört das Prinzip der Vorkasse der Vergangenheit an. Das heißt, Vereine können Vorauszahlungen beantragen. Ziel der Zuwendungsgewährung ist die Stärkung der Sportinfrastruktur durch Bauinvestitionen. Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
„Der Wegfall der Vorkasse ist für einige Vereine, die nicht über viel Eigenmittel verfügen, eine gute Sache“, sagt Birka Eschrich, die Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB) Prignitz. Sie macht aber auch darauf aufmerksam, dass „nach wie vor bei jeder geförderten Maßnahme Eigenmittel in Höhe von 25 Prozent aufzubringen sind“. Die Aktion läuft ab sofort. Sportvereine melden ihren Förderbedarf mittels eines Vorantrages beim KSB an. Der erstellt eine Liste für die Prignitz. Das Verfahren wird in einer mit dem Ministerium abgestimmten Verfahrensregelung des Landesportbundes konkretisiert und von diesem veröffentlicht. Die landesweite Projektliste wird durch den LSB fortlaufend aktualisiert und dem Ministerium halbjährlich, jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eines jeden Jahres zur Entscheidung/Bestätigung vorgelegt.
Im Vorjahr standen auf der Liste drei Projekte aus dem Bereich des KSB Prignitz. Doch auch hier hat wohl die Corona-Pandemie einiges durcheinander gebracht. „Der SV Quitzöbel hat seinen Fördergeldbescheid bekommen, die Zuwendungen wohl noch nicht. Der Verein will jetzt noch einmal beim Ministerium nachfragen“, erzählt Birka Eschrich. Sie will nicht ausschließen, dass es vielleicht auch am LSB liegen könnte, nimmt diesen aber ausdrücklich in Schutz: „Auch dort gab es viel Pausen wegen Corona“. Die Sportler des SV wollen auf dem Sportgelände ein Mehrzweckgebäude errichten, das sie gemeinsam mit Feuerwehr und Schützenverein nutzen wollen.
Was aus den Zuschlägen für den SV Demerthin geworden ist, darüber hat die KSB-Geschäftsführerin keinen Überblick. Ist der Antrag bearbeitet worden, läuft der weitere Kontakt meist nur noch zwischen Ministerium und Verein. Andererseits weiß Sie, dass ein auf der ehemaligen Prioritätenliste stehender Wittenberger Verein den Termin für die Abgabe verpasst hat.
Für den neuen Goldenen Plan hat bislang noch kein Prignitzer Verein einen Antrag gestellt. Aber ein Klub hat schon Interesse signalisiert. „Der Boxsportverein Veritas Wittenberge möchte auf seinem Gelände einiges tun“, berichtet Birka Eschrich. Das betrifft nach ihrer Aussage wohl Arbeiten am Dach und dem Funktionsgebäude.

Interessierte Sportvereine melden ihren Förderbedarf mittels eines Vorantrages beim Kreissportbund Prignitz (Perleberger Straße 20, 19322 Wittenberge, Telefon 03877/ 563956 oder über Internet ksb.prignitz@web.de) an.

Foto: Oliver Knoll

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Neue Hoffnung für Amateursportler

Sportminister beschließen Rückkehrmodell in sechs Stufen

Frankfurt

Die Sportminister machen Druck auf Länderchefs und Kanzlerin. Ein Rückkehrmodell in sechs Stufen soll Millionen Sportlern möglichst bald wieder den Normalbetrieb ermöglichen – und das am Ende auch mit Wettkämpfen vor Zuschauern. Ein entsprechender Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK) als Empfehlung für den nächsten Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 3. März weckt große Hoffnung bei den rund 24 Millionen Mitgliedern in den etwa 90 000 Vereinen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

„Es wird erkennbar Zeit, dass sich etwas ändert“, unterstrich DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Was nun am Ende am 3. März folgt, wird sich zeigen. Wir hoffen, dass es endlich Perspektiven für den Sport geben wird.“ Für wie dringlich die Sportminister es erachten, wieder Bewegung in den Amateursport zu bringen und einen noch größeren Schaden von der Vereinskultur und -infrastruktur abzuwenden, beeindruckte den DOSB-Boss. „Ich habe es noch nie in meiner siebenjährigen Amtszeit erlebt, dass die Sportministerkonferenz innerhalb von zwei Wochen dreimal getagt hat“, sagte Hörmann. Grundlage für die Initiative der SMK sei die Erfahrung, dass auch bei der Öffnung das Infektionsgeschehen im Sport unter Kontrolle behalten werden könne, hieß es in einer Erklärung.

Wie groß die Auswirkungen der Pandemie sind, belegen Zahlen, die das Statistische Bundesamt gestern veröffentlichte. Demnach können rund 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis zum Alter von 18 Jahren nicht mehr in ihren Sportvereinen trainieren. Anfang 2020 seien gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland in einem Sportclub als Mitglied angemeldet gewesen. Auch die besonders in der Gesundheitsprävention aktiven Senioren sind stark vom Sport-Lockdown betroffen. Von den 22,5 Millionen Menschen in Deutschland, die älter als 60 sind, waren laut Mitteilung 4,7 Millionen in einem Sportclub.„Es wird höchste Zeit, dass das so wertvolle Vereinsleben in den 90 000 sozialen Tankstellen unseres Landes wieder ermöglicht wird“, sagte Hörmann. Neben der Bewegungslosigkeit führe die Situation zu Mutlosigkeit, Lustlosigkeit und Perspektivlosigkeit: „Die körperlichen und psychischen Kräfte sind bei vielen aufgebraucht.“ Sowohl bei den Kindern als auch bei den älteren Menschen nehme die aktuelle Entwicklung Ausmaße an, die erschreckend seien.

Der von den Sportministern vorgelegte Plan reicht von der „Rückkehr zur organisierten Sportausübung mit Abstand/ohne Kontakt in zunächst an die Infektionslage angepassten Gruppengrößen in öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen sowie im öffentlichen Raum“ bis zur „Rückkehr zum Wettkampfbetrieb und Sportveranstaltungen mit sukzessiver Zulassung von Zuschauerinnen und Zuschauern“. In Zwischenstufen sollen zunächst Hallen einbezogen, dann die Abstandsgebote gelockert und schließlich volle Gruppengrößen zugelassen werden.

Quelle: dpa

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LSB fordert stärkere Berücksichtigung des Sports bei Lockerungen

Hinter den rund 3.000 Brandenburger Sportvereinen liegen Monate voller Stillstand und Verbote, voller Verzicht und Geduld. Die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik hat in dieser Zeit Entscheidungen getroffen, die für die rund 350.000 Aktiven hart waren – doch die der Sport mit Blick auf die Pandemie-Eindämmung diszipliniert mitgetragen hat. „Dabei mussten wir Sportler zahlreiche Entbehrungen in Kauf und lange Zeit Abschied von unserem Sport nehmen – zum Wohle und der Gesundheit der gesamten Gesellschaft“, sagt Landessportbund-Präsident Wolfgang Neubert. „Diese Verantwortung haben wir wie selbstverständlich übernommen und damit maßgeblich mitgeholfen, das Corona-Virus in der Mark zu bekämpfen. Umso unverständlicher ist es nun, dass der Sport in Brandenburg bei den Überlegungen der Landesregierung zu möglichen Lockerungsstrategien kaum erkennbare Berücksichtigung findet.“

Dies ist umso erstaunlicher, da der Landessportbund Brandenburg e.V. (LSB) der Landesregierung schon vor einigen Wochen ein Konzept vorgelegt hat, wie eine schrittweise Rückkehr des Sports zurück zur Normalität aussehen kann. „Auf diesen Vorschlag, der sich zeitlich an den Öffnungen der Brandenburger Schulen orientiert, haben wir bis heute keine ernsthafte Reaktion erhalten“, bedauert LSB-Vorstandsvorsitzender Andreas Gerlach. „Man kann inzwischen den Eindruck gewinnen, dass kommerzielle Einrichtungen wie Golfplätze oder Fitnessstudios eine wesentlich größere Rolle in der politischen Debatte spielen als der Vereinssport, der bekanntermaßen die größte gesellschaftliche Bewegung im Land darstellt. Die Vereine verdienen mehr Beachtung und brauchen schnellstmöglich eine Perspektive – sowohl im Kinder- und Jugend- als auch im Erwachsenensport.“

Auszug aus dem „Vorschlag des Landesssportbundes Brandenburg e.V. zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs im Land Brandenburg“:

[…] Das Sporttreiben in einem Verein bedeutet für unsere Mitglieder viel mehr als der bloße Erhalt der persönlichen Fitness, der derzeit für den Großteil der Bevölkerung nur durch regelmäßigen Individualsport möglich ist. Im Verein Sport zu treiben heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein, zusammen mit Gleichgesinnten einer Leidenschaft nachzugehen und die Probleme des Alltags durch die gemeinsame Bewegung eine Zeit lang zu vergessen. Für viele ist der Verein zu einem zweiten Zuhause geworden und damit zu einem wichtigen Faktor nicht nur für die physische sondern auch für die psychische Gesundheit seiner Mitglieder.

Insbesondere die Kinder und Jugendlichen leiden unter den aktuellen Einschränkungen und werden in ihrer physischen, psychischen, motorischen und emotionalen Entwicklung gehemmt. […] Zudem werden den Kindern und Jugendlichen in den Vereinen Werte wie Zusammenhalt, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und Rücksichtnahme vermittelt. […]

Der Landessportbund Brandenburg […] fordert nach Beendigung des Lockdowns eine schnellstmögliche Rückkehr des Sports in den „Normalbetrieb“. Dies sollte durch einen schrittweisen Abbau der Einschränkungen entsprechend dem Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Umgangsverordnungen des Landes vollzogen werden. Dabei sind selbstverständlich die Vorgaben des Infektionsschutzes sowie die erforderlichen Regeln der Hygienekonzepte der jeweiligen Sportfachverbände auf jeder Stufe der Lockerungen durch die verantwortlichen Akteure vor Ort um- und durchzusetzen.

Hierzu schlägt der LSB den politischen Entscheidungsträgern auf Landesebene folgenden Weg zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs auf und in allen Sportstätten im Land Brandenburg vor. Dabei fordert er ein einheitliches Vorgehen in den Landkreisen, Kommunen und verantwortlichen Gesundheitsämtern.

[…]

  1. Stufe der Lockerung (zusätzlich zum aktuellen Stand) – mit Beginn des Präsenzunterrichts in Grundschulen (auch in Wechselform)
  • Kinder und Jugendliche (bis 14 Jahre): Sportbetrieb auf und in allen Sportstätten (indoor und outdoor) ist ohne Einschränkungen erlaubt
  • Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre): Sportbetrieb auf und in allen Sportstätten ist outdoor ohne Einschränkungen und indoor kontaktfrei erlaubt;
  • Erwachsene (über 18 Jahre): Sportbetrieb auf allen Sportstätten unter freiem Himmel (outdoor) ist ohne Einschränkungen erlaubt.
  1. Stufe der Lockerung (zusätzlich zur Stufe 1) – bei geregeltem Präsenzunterricht
  • Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre): Sportbetrieb auf und in allen Sportstätten ist ohne Einschränkungen erlaubt;
  • Erwachsene (über 18 Jahre): Sportbetrieb auf und in allen Sportstätten ist ohne Einschränkungen (outdoor) und kontaktfrei (indoor) erlaubt.
  1. Stufe der Lockerung (zusätzlich zur Stufe 2) – bei Präsenzunterricht und Öffnung der Fitnessstudios
  • Der Sportbetrieb ist für alle auf und in allen Sportstätten ohne Einschränkungen erlaubt.

Rahmenbedingungen für alle Stufen

  • Die Nutzung sanitärer Anlagen muss unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen und dem Abstandsgebot gewährleistet sein, sobald ein Sporttreiben angeboten wird.
  • Abstand, Mund-Nasen-Bedeckung (in Umkleiden und sanitären Anlagen), Händehygiene und regelmäßiges Lüften in Räumlichkeiten sind verpflichtend.

Die Kontaktdaten von Teilnehmer*innen müssen zur Nachverfolgung von Infektionsketten unter Berücksichtigung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfasst, gesichert und nach Ablauf einer Vier-Wochen-Frist vernichtet werden.

Quelle: lsb-brandenburg.de

Trotz Corona: Aktive bleiben überwiegend in ihren Vereinen

Der Brandenburger Vereinssport sieht sich bisher keiner gravierenden Austrittswelle ausgesetzt. Das ist das Ergebnis der vorläufigen Auswertung zur Mitgliederstatistik des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB). Doch bereits mit dem vorliegenden Zwischenergebnis ist auch klar: Die Corona-Pandemie und ihre negativen Begleiterscheinungen haben dazu geführt, dass der LSB erstmals in seiner Geschichte einen Mitgliederverlust verzeichnen muss. Nach heutigem Stand (18.02.2021) waren zu Jahresbeginn 343.747 Brandenburgerinnen und Brandenburger Mitglied in einem Sportverein. Das wären 11.443 Menschen weniger als im Vorjahr und würde einem Rückgang von 3,22 Prozent entsprechen. Die Anzahl der Sportvereine liegt aktuell bei rund 3.000 und damit auf gleichbleibendem Niveau.

Dass der Mitgliederrückgang in Brandenburg in diesem Jahr wohl angesichts der Umstände moderat ausfällt, liegt laut LSB-Präsident Wolfgang Neubert vor allem am hohen individuellen Engagement in den märkischen Sportvereinen: „Geschlossene Sportanlagen, Kontaktverbote oder strenge Hygieneauflagen – unsere Ehrenamtlichen und Aktiven wurden in den vergangenen Monaten immer wieder vor große, bisher nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Doch der Zusammenhalt untereinander, der Ideenreichtum und das Durchhaltevermögen sind noch viel größer als wir alle gehofft hatten. Digitale Sportangebote, durchdachte Hygienekonzepte oder innovative Trainingskonzepte sind und waren nur einige Beispiele für die Flexibilität der Brandenburger Sportvereine in der Krise.“

Neubert warnt aber auch, dass sich die Corona-Auswirkungen womöglich erst in den kommenden Monaten und Jahren gravierender in den Mitgliederzahlen niederschlagen könnten. „Umso wichtiger und dringender ist es“, appelliert er, „dass der Sport in Brandenburg Stück für Stück zur Normalität zurückfindet. Der Landessportbund hält dafür ein schrittweises Vorgehen für sinnvoll, das an den Brandenburger Stufenplan für die Schulen gekoppelt ist. Wir haben der Landesregierung um Ministerpräsident Dietmar Woidke dazu bereits einen ausführlichen Vorschlag unterbreitet und hoffen sehr, dass das Knowhow und die Erfahrungen des organisierten Sports berücksichtigt werden.“

Der Landessportbund Brandenburg fordert zudem die Umsetzung der schon angekündigten Coronahilfe für existenzbedrohte Vereine und eine unkomplizierte Unterstützung für die zusätzlichen Aufwendungen der Vereine bei der Realisierung ihrer Hygienekonzepte.

Sobald die endgültigen Mitgliederzahlen für das Jahr 2021 feststehen, wird der LSB diese u.a. auf seiner Homepage www.lsb-brandenburg.de veröffentlichen. Dazu werden dann auch Detailstatistiken – etwa zu Altersgruppen, Sportarten sowie den Kreis- und Stadtsportbünden – zählen.

Quelle:lsb-brandenburg.de

Austrittswelle bleibt bislang aus

Austrittswelle bleibt aus

Der Volleyballsommer im Ernst-Thälmann-Stadion. Die Großveranstaltung des SV Empor/Grün-Rot Wittenberge fiel im vergangenen Jahr aus. Die Sportler hielten Ihrem Verein aber die Treue. Und der Klub gewann sogar noch 41 neue Mitglieder hinzu. Foto: Torsten Gottschalk

Mitglieder-Verluste in Prignitzer Vereinen halten sich bislang in Grenzen / Der Kreissportbund zieht Bilanz

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 20.02.2021

Die große Flucht der Mitglieder aus den Vereinen im Corona-Jahr 2020 ist in der Prignitz ausgeblieben. Die Statistik, die der Kreissportbund (KSB) auf Grundlage der Bestandserhebungsbögen der Vereine zu Beginn eines Jahres erstellt, belegt das. „Anhand derer, die ihre Zahlen gemeldet haben, sind aktuell 8718 Personen Mitglied in einem Verein. Vor Jahresfrist waren es 8893. Das bedeutet 175 Mitglieder weniger“, sagt KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich. Ein Verlust von zwei Prozent.

Landessportbund verzeichnet erstmals Mitgliederverlust

Damit liegt die Prignitz unter dem Landesdurchschnitt. Nach der vorläufigen Auswertung zur Mitgliederstatistik des Landessportbundes Brandenburg(LSB) waren zu Jahresbeginn 343 747 Brandenburgerinnen und Brandenburger Mitglied in einem Sportverein. Das wären 11 443 Menschen weniger als im Vorjahr und würde einem Rückgang von 3,22 Prozent entsprechen. Der LSB verzeichnet damit erstmals in seiner Geschichte einen Mitgliederverlust. Die Anzahl der Sportvereine liegt aktuell bei rund 3.000 und damit auf gleich bleibendem Niveau.

Prignitz meldet einen Ausreißer


Bei den Prignitzer Zahlen gibt es einen Ausreißer: Der Verein Fit und Aktiv. Der Klub, zuvor im Wittenberger Topfit Aktiv Park beheimatet, meldet einen Verlust von 110 Mitgliedern. „Aber ich glaube, der Verein hat bei seinem Umzug in die Brauerei Passage sein Mitgliederverzeichnis durchforstet und die Karteileichen aussortiert“, erklärt Birka Eschrich. Der SchwimmClub Delphin Wittenberge verlor nach Information der KSB-Geschäftsführerin 22 – vorwiegend junge – Mitglieder. Es ist halt nicht leicht. „Knapp drei Monate aktiv, dann ein halbes Jahr Zwangspause, mal wieder zwei Monate aktiv und danach erstmal erneut Schluss“, versteht sie schon die Gedanken junger Sportler.

Gebeutelt wurde auch die Wittenberger Schützengilde. Nach dem viel zu frühen Tod von Trainer Jörg Dittmann fehlten Übungsleiter. Das Nachwuchstraining kam zum Erliegen. So verlor der Verein 31 junge Mitglieder.

Sorgenvoller Blick in Richtung 2022

„Aber es sind insgesamt weniger Austritte als befürchtet. Geht es jedoch so weiter, erleben wir vielleicht zu Beginn des Jahres 2022 den großen Einbruch bei den Mitgliederzahlen. Deshalb ist dieses Jahr für den Sport entscheidend. Und auch, wie es mit den Vereinen weiter geht“, blickt Birka Eschrich mit etwas Sorge der Zukunft entgegen. Denn: „Geht im ersten Halbjahr im Sport nichts mehr, dann kommt wohl der große Knall.“

Zuwachs in zwei Altersgruppen

Beim Blick auf die Altersgruppen zeigt sich, dass eine Menge sehr junger Sportler ihrem Verein den Rücken gekehrt haben. Die Statistik weist in der Gruppe der sechs- bis 14-Jährigen einen Verlust von 179 Mitgliedern auf. Auch bei den über 50-Jährigen werden in der aktuellen Statistik rund 100 Sportlerinnen und Sportler weniger registriert. Einen Zuwachs von 41 dagegen meldet die Gruppe der bis 18-Jährigen und bei den 19- bis 26-Jährigen stieg die Zahl der Mitglieder um 38.

Positive Nachricht von fünf Vereinen

Es gibt aber auch positive Nachrichten von den Vereinen: Der Pritzwalker SV hat im Vergleich zum Vorjahr jetzt 65 Mitglieder mehr, Empor/Grün-Rot Wittenberge 51, der Boxsportverein Veritas Wittenberge 47 sowie der Pankower SV Rot-Weiß und Hertha Karstädt jeweils 19. Dabei handelt es sich nach KSB-Einschätzung um Vereine, die in der Krise nach Alternativen gesucht haben, um den Aktiven etwas zu bieten. Wie etwa das Verschicken von Trainingsplänen oder Online-Kurse.

Neuer Verein in Perleberg gegründet

Und ein weiterer Lichtblick in eher düsteren Zeiten für den Sport: Ein neuer Verein wurde in die KSB-Familie aufgenommen. Im vergangenen Jahr gründete sich der Pferdesportverein Perlehufe Perleberg.

Den Artikel im Prignitzer lesen.

Goldener Plan Brandenburg: Neue Richtlinie gilt für alle

Der Goldene Plan Brandenburg wird auch in den Jahren 2021 bis 2024 glänzen – und seinen Glanz auf zahlreiche märkische Sportstätten verbreiten. Schließlich ist er genau dafür gedacht: die Sportinfrastruktur des Landes zu modernisieren und an die aktuellen Bedürfnisse der märkischen Aktiven anzupassen. Für die Umsetzung des Sportstättenförderprogramms, für das in den kommenden Jahren 25 Millionen Euro bereitgestellt werden, hat das Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport nun die notwendige Richtlinie veröffentlicht.

Das Land gewährt darin auf der Grundlage des so genannten „Zukunftsinvestitionsfonds-Errichtungsgesetzes“ Zuwendungen (nicht rückzahlbare Leistung) für Baumaßnahmen an vereinseigenen bzw. gepachteten Sportanlagen und Vereinsräumen sowie kommunalen Sportstätten – und zwar ungeachtet dessen, ob der Verein in einer ländlichen oder urbanen Region beheimatet ist. Denn anders als zuvor gilt der Goldene Plan ab sofort nicht mehr nur für Vereine abseits der Städte, sondern für alle. Entsprechend ist das Kommunale Infrastrukturprogramm (KIP), das in den vergangenen Jahren Förderungen für den Sportstättenbau unterstützte, im vergangenen Jahr ausgelaufen.

Doch das ist nicht die einzige Neuerung: Auch das Prinzip der Vorkasse gehört der Vergangenheit an. Das heißt, Vereine können Vorauszahlungen beantragen. Ziel der Zuwendungsgewährung ist die Stärkung der Sportinfrastruktur durch Bauinvestitionen. Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Interessierte Sportvereine melden ihren Förderbedarf mittels eines Vorantrages bei ihrem Kreis- bzw. Stadtsportbund an. Sie finden detaillierte Angaben in der Richtlinie und den Verfahrensregelungen des LSB, der die Sportvereine zum Förderverfahren gern berät.

Vorantrag 

Verfahrensregelung

Richtlinie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zur Umsetzung des Goldenen Plans Brandenburg (RL-GPB)

„Quelle:lsb-brandenburg.de“

Transparenzregister: Gebührenbefreiung für Vereine möglich

Ein eingetragener Sportverein ist bekanntlich im Vereinsregister enthalten – soweit so gut. Doch seit 2017 gibt es im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Geldwäsche auch noch das Transparenzregister. In dem müssen alle Gesellschaften und Unternehmen erfasst sein – sowie eben auch Vereine. Allerdings gibt es für die eine Erleichterung. Statt aktiv eine zusätzliche Anmeldung in dieses Register von den Vereinen zu verlangen, hat der Gesetzgeber entschieden, die Daten der Vereine automatisch aus dem Vereinsregister zu übernehmen. Das erspart den Vereinen und ihren Vorständen zwar Arbeit, die fälligen Jahresgebühren (4,80 Euro) für den Eintrag indes nicht. Auf Antrag aber können sich Sportvereine von dieser Gebührenpflicht zukünftig befreien lassen. Dem Antrag, der nur per Email eingereicht werden kann, müssen der aktuelle Vereinsregisterauszug, der Nachweis der Gemeinnützigkeit sowie die Identitätsbestätigungen der Vorstandsmitglieder beigefügt sein. Der Antrag muss an gebuehrenbefreiung@transparenzregister.de gesendet werden und gilt jeweils für die Dauer der Gemeinnützigkeit des Vereins.

Bei Fragen dazu können sich Vereine an die Mitgliederverwaltung des Landessportbundes unter springborn@lsb-brandenburg.de wenden.

Quelle:lsb-brandenburg.de

Neu für Vereine: Online-Beratungen der ESAB via Zoom

Home-Office und Home-Schooling sowie die aktuelle Umgangsverordnung des Landes halten den Großteil der Brandenburgerinnen und Brandenburger in den eigenen vier Wänden. Der Weg zum Sport im Verein ist entsprechend versperrt – genauso wie der zu den verschiedenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten des Sportlandes. Doch diese kommen nun zu ihnen direkt nach Haus. Ebenso wie zahlreiche Vereine im Land hat auch die Europäische Sportakademie Land Brandenburg, der Bildungspartner des Sportlandes, das Online-Angebot in den vergangenen Monaten erweitert und bietet neben Weiterbildungen auch regelmäßig die dazugehörigen Beratungen an. Schließlich können Begriffe wie E-Learning, Online-Lernen oder Blended Learning schnell zu Fragezeichen führen.

Klarheit verschafft hier die Online-Beratung „Information Blended Learning Bildungsformat“ der ESAB, die jeweils am 3. jeden Monats ab 16 Uhr unter anderem die Unterschiede der Formate aufzeigt und Voraussetzungen für Teilnehmer benennt.

Hier können Sie sich für den 3. Februar anmelden
Hier können Sie sich für den 3. März anmelden

Informationen zur DOSB-Lizenzausbildung dagegen gibt es am 10. jeden Monats, ebenfalls jeweils ab 16 Uhr. In dieser Beratungsrunde beantwortet die ESAB Fragen wie „Was ist das Ziel der Ausbildung?“ oder „Welchen Mehrwehrt hat sie für mich?“

Hier können Sie sich für den 10. Februar anmelden
Hier können Sie sich für den 10. März anmelden

Wie der Lehrgang zur A-Lizenzausbildung abläuft, die die ESAB gemeinsam mit dem Landessportbund Berlin durchführt, und welche Inhalte er vermittelt, wird jeweils am 17. des Monats (16 Uhr) erklärt.

Hier können Sie sich für den 17. Februar anmelden
Hier können Sie sich für den 17. März anmelden

Rund um die Zertifizierung von Präventionskursen nach §20 SGBV im Sportverein dreht sich das vierte Beratungsangebot der ESAB. Hier werden unter anderem Voraussetzungen für die Zertifizierung sowie die Anerkennung durch die Krankenkasse erörtert.

Hier können Sie sich für den 24. März anmelden

Quelle:lsb-brandenburg.de