Brandenburger Aktive halten trotz Corona-Pause zum Sport

Der Sport im Verein bleibt bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern die Nummer eins, wenn es um ihre aktive Freizeit geht. Daran haben auch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen nichts ändern können. Das belegen die aktuellen Mitgliederzahlen des Landessportbundes Brandenburg e.V. (LSB), die nun vorliegen. Danach musste der LSB zwar erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte einen Rückgang seiner Mitgliederzahlen hinnehmen, doch blieb dieser bei insgesamt 343.752 (2020: 355.190) Mitgliedern mit einem Minus von 3,22 Prozent angesichts der einschneidenden Beschränkungen der vergangenen Monate moderat.

Das sieht auch LSB-Präsident Wolfgang Neubert so. „Wir alle erleben gerade eine sehr schwierige Zeit, in der gute Nachrichten sowohl im Sport als auch abseits davon eher selten sind. Daher freuen wir uns als Sportland umso mehr, dass unsere Aktiven ihren Vereinen auch in dieser problematischen Phase die Treue halten.“ Und das, obwohl es seit Monaten kaum Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten gebe. „Genau das aber macht unsere Sportfamilie aus, dieser Zusammenhalt, der weit über das Spielende oder den Mattenrand hinausgeht“, erklärt Neubert nicht ohne Stolz. Doch der LSB-Präsident warnt zugleich, dass sich weder der Sport noch die Gesellschaft darauf ausruhen dürfen. Deswegen verbindet er die Verkündung der neuen Mitgliederzahlen mit einem erneuten Aufruf an die Politik, die Pandemie-Maßnahmen gerade auch im Sport immer wieder neu zu hinterfragen – besonders mit Blick auf die Jüngsten in der Mark. Denn gerade bei den bis 14-Jährigen war der Rückgang der Aktiven mit 5.355 (ein Minus von fast 6 Prozent) auf nunmehr 87.558 überdurchschnittlich hoch. „Jedes Kind, das seinen Platz im Sport nicht findet, schmerzt nicht nur unsere Vereine und die betroffenen Kinder und ihre Eltern“, so Neubert. „Es wird auch unserer gesamten Gesellschaft weh tun, wenn eine ganze Generation weder sportlich aktiv ist, noch die Gemeinschaft und das soziale Miteinander in unseren Vereinen mit all ihren Spielregeln kennenlernt.“

Die Spitze der mitgliederstärksten Kreis- bzw. Stadtsportbünde hat weiterhin Potsdam (32.180, -1.497) inne vor Potsdam-Mittelmark (30.017, -411) und Oberhavel (24.889, -297).

Brandenburgs größte Fachverbände sind der Fußball-Landesverband Brandenburg (81.526), der Handball-Verband Brandenburg (12.531) und der Märkische Turnerbund Brandenburg (12.413).

Detaillierte Analysen der Mitgliederbestandserhebung 2021 gibt es hier.

Quelle:lsb-brandenburg,de

Kreissportbund Prignitz e.V.

Alles Gute, nur das Beste
gerade jetzt zum Osterfeste!
Möge es vor allen Dingen—
Freude und Entspannung bringen!

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde, liebe Freunde des Sports,
Das Team vom Kreissportbund Prignitz e.V. wünscht allen Sportfreundinnen, Sportfreunden und ihren Familien zum Ausspannen ein paar ge-ruhsame, zufriedene Osterfeiertage und viel früh-lingshaften Ostersonnenschein. Möge es vor al-lem viel Freude, Entspannung und Zufriedenheit bringen! — Vielleicht ja auch beim Sport! —

Politik informiert sich in der Prignitz

Gordon Hoffmann, Abgeordneter im Landtag Brandenburg und Generalsekretär der CDU Brandenburg, Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke und Mattis Rusch, Mitglied im CDU-Kreisvorstand Prignitz informierten sich am Donnerstagnachmittag über die Probleme der Vereine in der Prignitz. Natürlich war die andauernde Corona Pandemie das Hauptthema des Gespräches mit Christian Kube, 1. Vorsitzender und Birka Eschrich Geschäftsführerin des KSB Prignitz e.V.. Birka Eschrich verwies auf leicht sinkende Mitgliederzahlen in der Prignitz. Welche zwar nicht so hoch ausgefallen sind, wie zu Anfang des Jahres befürchtet. Doch wird das eigentliche Ausmaß der Einschränkungen wohl erst Anfang 2022 wirklich sichtbar werden. Der KSB Prignitz e.V. gab zu bedenken, dass eine schnellstmögliche Rückkehr zum normalen Sportgeschehen unbedingt erforderlich ist, um die Vereine vor dem möglichen Exodos zu retten. Das unterstrichen auch Dirk Starck stellvertretender Vorsitzender des SSV Einheit Perleberg und Udo Brandl, langjähriger Trainer in der Leichtathletik. Beide baten die Politik die Kinder unter 14 Jahren nicht wieder von den Sportplätzen zu verbannen. „Sonst verlieren wir eine ganze Generation.“ Außerdem wären jetzt schon Auswirkungen von fehlender sportlicher Betätigung bei den Kindern zu bemerken. Des Weiteren warben alle Beteiligten für Förderprogramme um den Vereinen einen besseren Neustart nach der Pandemie zu ermöglichen.

Ab Montag: Corona-Regeln werden regional wieder verschärft

Nur wenige Tage nach dem lang ersehnten Restart müssen Teile des Sportlandes wieder zurück in den Lockdown und damit auf gemeinsame Bewegung im Verein erneut verzichten. In den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten, in denen der 7-Tage-Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen regional Einschränkungen für mindestens 14 Tage vorgenommen werden – die auch den Sport betreffen. So wird der „Individualsport auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel […] auf maximal 2 Personen bzw. die Personen des eigenen Haushalts beschränkt“ und der „Kindersport in Gruppen […] vollständig untersagt“, wie es in einer Pressemitteilung des Landes heißt. Auf diese Verschärfung, die ab Montag, 22. März, gültig ist, hatte sich die Brandenburger Landesregierung am 18. März geeinigt. Wo dieser Grenzwert nicht überschritten wird, gelten weiter die Regelungen der Eindämmungsverordnung vom 6. März 2021. Bei Fragen sollten sich Vereine direkt an das entsprechende Gesundheitsamt wenden.

Quelle:lsb-brandenburg.de

Steuern und Finanzen: Weitere Neuerungen für Vereine 2021

Stillstand in den Sportstätten, Bewegung in den Rechnungsbüchern: Das Jahr 2021 hat einen ganz besonderen Start hingelegt. Während die Pandemiemaßnahmen dafür sorgten, dass in Turnhallen und auf Sportplätzen Ruhe herrschte, brachten Gesetzesänderungen Bewegung in die Abrechnung der Vereine. Denn das Jahressteuergesetz 2020, das vom Deutschen Bundestag Mitte Dezember vergangenen Jahres verabschiedet wurde, beinhaltet wichtige Neuregelungen im Bereich des Gemeinnützigkeitsrechts.

Wichtigste Neuerung für die Vereine ist dabei sicher, wie bereits berichtet, die Erhöhung der Übungsleiter- (von 2.400 auf 3.000 Euro pro Jahr) sowie Ehrenamtsfreibeträge (von 720 auf 840 Euro pro Jahr). Zudem wurde die Kleinbetragsgrenze, bis zu der wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, die keine Zweckbetriebe sind, von der Körperschaft- und Gewerbesteuer freigestellt sind, auf 45.000 Euro erhöht. Ebenfalls größer geworden ist die Liste der gemeinnützigen Zwecke. So kam unter anderem der Klimaschutz dazu. Erleichterung für kleinere Sportvereine verspricht auch die Änderung zur zeitnahen Mittelverwendung. Vereine, deren jährliche Gesamteinnahmen in allen Bereichen nicht 45.000 Euro übersteigen, sind ab 2021 von der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung befreit. Eine sogenannte Mittelverwendungsrechnung wird damit für die betroffenen Vereine entbehrlich.

Ausführliche Informationen zu diesen und weiteren Neuerungen finden Sie hier.

Quelle: lsb-brandenburg.de

Vorsicht bei Aussetzung der Beiträge für Mitglieder

Seit Monaten findet in den Sportvereinen kaum ein Trainingsbetrieb statt. Sporthallen sind komplett gesperrt und Trainingsplätze erst seit kurzem eingeschränkt wieder nutzbar. Da stellt sich vielen Vereinsvorständen die Frage nach einer Beitragserstattung, einer Beitragsreduzierung oder gar dem Aussetzen der Beitragspflicht für die Vereinsmitglieder. Verständlich, aber gefährlich. Denn aufgepasst: Das Bundesfinanzministerium hat sich dazu klar geäußert und warnt vor einem damit verbunden möglichen Verlust der Gemeinnützigkeit.

Vorstände sollten daher ihre Satzung genau prüfen, wer für die Beitragsfestsetzung zuständig ist. Bestätigt die Satzung, dass der Vorstand allein darüber entscheiden kann, dann reicht ein entsprechender Vorstandsbeschluss aus. Ist dagegen die Mitgliederversammlung zuständig, dann müssen mögliche Änderungen auch dort beschlossen werden. Zudem sollten Vereine beachten, für welchen Zeitraum ggf. die Beiträge beschlossen werden. Lediglich in Einzelfällen kann der Vorstand für in Not geratene Mitglieder Kürzungen oder Aussetzungen entscheiden. Beitragssenkungen ohne gültige Beschlüsse des zuständigen Vereinsorgans können dagegen zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen.

Quelle:lsb-brandenburg.de

Ganz kleiner Hoffnungsschimmer: Vorsichtige Öffnungen für den Sport

Die Hoffnungen auf einen Schritt in die richtige Richtung, nämlich auf die Laufbahnen, Sportplätze und in die Turnhallen des Landes, waren vor der jüngsten Ministerpräsidentenrunde groß in Brandenburg. Entsprechend ernüchtert sind die Aktiven nun, dass dieser Schritt vergleichsweise zaghaft und klein ausgefallen ist. Zwar darf ab dem 8. März wieder unter freiem Himmel gemeinsam in einer Gruppe trainiert werden – maximal 20 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren mit Kontakt bzw. maximal 10 Aktive bei den Erwachsenen ohne Körperkontakt. Aber der komplette Sport unterm Hallendach sowie der Kontaktsport der Erwachsenen im Freien bleiben weiterhin untersagt. Damit bleibt ein Großteil der Brandenburger Aktiven weiter zum Zuschauen verurteilt.

Anders als vom Landessportbund schon vor Wochen in einem an die Landesregierung adressierten dreistufigen Konzept vorgeschlagen, orientieren sich die Lockerungen für den Sport nicht am wiederaufgenommenen Schulbetrieb, sondern weiterhin an den Inzidenzzahlen und bleiben zudem in ihrer Gesamtheit hinter den Erwartungen des Sports zurück. „Das ist ein kleiner, verhaltener Schritt in die richtige Richtung“, findet denn auch LSB-Präsident Wolfgang Neubert, der erneut das Lockerungskonzept des Sportlandes ins Spiel bringt. „Mit der Berücksichtigung des Konzepts hätte das Land sowohl den weiterhin nötigen Pandemiemaßnahmen als auch den großen Hoffnungen aller unserer Sportlerinnen und Sportler Rechnung getragen.“ So sieht das Konzept des Sportlandes in seiner ersten Stufe, die mit der Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht einhergegangen wäre, unter anderem die komplette Rückkehr des Outdoor-Sports sowie des Indoor-Sports für Kinder und Jugendliche vor.

Nach knapp vier Monaten des sportlichen Stillstands wäre das ein durchaus wichtiges Zeichen für den Sport sowie die gesamte Gesellschaft gewesen. Denn schließlich, so Neubert weiter, gehe es nicht nur einfach um den Willen der Aktiven, endlich wieder gemeinsam ihrem Hobby nachgehen zu können. „Wir reden hier vielmehr auch über eine aktive Gesundheitsvorsorge von knapp 350.000 Brandenburgerinnen und Brandenburgern.“ Gerade in Zeiten einer Pandemie sei das ein Argument, das bei Beschlüssen zu den Pandemiemaßnahmen bzw. ihren Lockerungen nicht mehr vergessen werden dürfe.

Die aktualisierte Umgangsverordnung des Landes mit den konkreten Handlungs- und Hygienemaßnahmen der Öffnungen wird in den kommenden Tagen vom Land veröffentlicht und dann auch auf der Homepage des Landessportbundes verlinkt und dargelegt.

Quelle”lsb-brandenburg.de

Seit der Wende kümmert sich Armin Gutsche im Vorstand um den Eisenbahner Sportverein Wittenberge

Treue Seele: Armin Gutsche bringt sich seit 30 Jahren in die Geschicke des ESV Wittenberge mit ein

„Er ist jung geblieben und ganz entspannt“ – das sagt Thorsten Beckendorf, 2. Vorsitzender des Eisenbahnersportvereins (ESV) Wittenberge über Armin Gutsche. Unlängst feierte der Vorsitzende des ESV seinen 60. Geburtstag. Als Geschenk erhielt er nicht nur einen Präsentkorb vom Verein, auch der Kreissportbund hatte sich für Armin Gutsche eine Überraschung ausgedacht: KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich überreichte dem Geburtstagskind die Goldene Ehrennadel des KSB. Nicht für den Geburtstag, sondern für seine Treue zum Verein und sein unermüdliches, ehrenamtliches Engagement. Gleich nach der Wende hat Thorsten Beckendorf den damals 2. Vorsitzenden Gutsche in seiner Funktion als Sponsor des ESV als jemanden kennengelernt, „der immer für den Verein da ist, und da ist, wenn du ihn wirklich brauchst“.

Bei Lok Wittenberge gab es 20 Sportabteilungen zu DDR-Zeiten

Seit seiner Kindheit ist Armin Gutsche sportlich aktiv, spielte Fußball bei Lok Wittenberge. „Ich war allerdings ein Spätzünder“, sagt Gutsche über die Anfänge mit 15 Jahren. Tatsächlich habe er vorher mit Flossenschwimmen seine sportliche Laufbahn begonnen. „In der Jahnschule in Wittenberge gab es eine ganz kleine Schwimmhalle mit einem Becken, das nicht länger als 15 Meter war.“ Dort wurde trainiert, besonders die Wenden. „Das hat uns bei Wettkämpfen in Wismar, Rostock oder Schwerin immer Vorteile gebracht und damit vordere Plätze. „Zur Wende war ich zweiter Mann hinter Ulrich Kaliske“, erzählt Armin Gutsche aus der jüngeren Vergangenheit. Es galt, den Verein in die neuen Zeiten zu überführen. Immerhin zählte der jetzt ESV genannte zu DDR-Zeiten als Lok Wittenberge noch 20 Abteilungen. „Das war bestimmt nicht einfach“, sagt Thorsten Beckendorf, „und ich bin sicher, dass es ohne die Arbeit von Armin den Verein heute nicht so geben würde.“ 1995 wurde Gutsche zum 2. Vorsitzenden gewählt, 2014 zum Chef des Vereins mit zur Zeit an die 500 Mitglieder – und damit größten von Wittenberge.

Fußball-Landesmeisterschaft der Altherren und Altsenioren nach Wittenberge geholt

Von den 20 Abteilungen sind zur heutigen Zeit noch zwölf zu verwalten: Kraft- und Radsport, Gymnastik und Seniorensport, Tischtennis, Schach, Ringen und Leichtathletik sowie die große Zwergen-Turngruppe. Bei den Fußballern ist heute noch die Altherren-Riege aktiv, allerdings in einer Spielgemeinschaft mit Veritas. Und hier findet sich auch Armin Gutsche als Sportler und als Funktionär. Kurz vor dem ersten Lockdown ist es Gutsche und dem ESV im vergangenen Februar gelungen, die Fußball-Landesmeisterschaften für Ü35- und Ü50-Mannschaften nach Wittenberge zu holen.„Das kriegst du nur alle zehn, 15 Jahre hin“, so Gutsche. Und auch nur dann, wenn alle zusammenhalten. Solidarität ist das große Motto vom ESV-Vorsitzenden. Ein paar Abteilungen sind es, die intensive, auch finanzielle Betreuung, bedürfen. Wenn möglich werden Förderungen beschafft, „die gibt es aber meistens nur, wenn du mindestens an Landesmeisterschaften teilnimmst wie die Ringer oder Leichtathleten.“ Jetzt kommt der Solidargedanke ins Spiel, denn von dem, was bei anderen Abteilungen übrig bleibt, werden Kosten für Wettkämpfe und den Vereinsbus bestritten. Stolz ist Gutsche auch auf Großveranstaltungen, die sein Verein in der vergangenen, nicht pandemisch beeinflussten, Zeit jährlich gestemmt hat. Dazu zählen das Stadionfest der Leichtathleten, Ringer- und Schach- sowie Tischtennisturniere. „Das sind fast alle Großveranstaltungen, die in Wittenberge stattfinden.“

Minigolfplatz auf dem ESV-Gelände geplant

Diese fallen 2021 wegen der Corona-Beschränkungen zum großen Teil wahrscheinlich weg. Aber es gibt noch genug anderes zu tun für den umtriebigen Ehrenamtler. „Wir wollen das Vereinsgelände auf Vordermann bringen.“ Da wurde ein Kleinfeldplatz für die Altherren-Mannschaften angesät, eine Minigolfanlage für Feiern ist geplant. In der ESV-Sporthalle am Deich werden nach den Sanitärräumen noch die Toiletten „auf Zack“ gebracht. Und überall ist der 60-Jährige dabei. „Einer muss ja den Hut aufhaben“, sagt der Macher zu seinem Engagement.

“Quelle: sportbuzzer.de”

Geld für Prignitzer Sportstätten

Goldener Plan 2021 bis 2024 der Landesregierung umfasst 25 Millionen Euro / Richtlinie des Ministeriums mit Änderung.

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 24.02.2021

Der Startschuss fiel vor knapp zwei Wochen: Der Goldene Plan Brandenburg 2021 bis 2024 ist aufgelegt. Für die Umsetzung des Sportstättenförderprogramms, für das in den kommenden Jahren 25 Millionen Euro bereitgestellt werden, hat das Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport nun die notwendige Richtlinie veröffentlicht. Das Land gewährt darin Zuwendungen (nicht rückzahlbare Leistung) für Baumaßnahmen an vereinseigenen bzw. gepachteten Sportanlagen und Vereinsräumen sowie kommunalen Sportstätten.
Neu ist einerseits, dass der Goldene Plan ab sofort nicht mehr nur für Vereine abseits der Städte, sondern für alle zutrifft. Denn das Kommunale Infrastrukturprogramm (KIP), das in den vergangenen Jahren Förderungen für den Sportstättenbau in Städten unterstützte, ist im vergangenen Jahr ausgelaufen.
Andererseits gehört das Prinzip der Vorkasse der Vergangenheit an. Das heißt, Vereine können Vorauszahlungen beantragen. Ziel der Zuwendungsgewährung ist die Stärkung der Sportinfrastruktur durch Bauinvestitionen. Ein Anspruch des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
„Der Wegfall der Vorkasse ist für einige Vereine, die nicht über viel Eigenmittel verfügen, eine gute Sache“, sagt Birka Eschrich, die Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB) Prignitz. Sie macht aber auch darauf aufmerksam, dass „nach wie vor bei jeder geförderten Maßnahme Eigenmittel in Höhe von 25 Prozent aufzubringen sind“. Die Aktion läuft ab sofort. Sportvereine melden ihren Förderbedarf mittels eines Vorantrages beim KSB an. Der erstellt eine Liste für die Prignitz. Das Verfahren wird in einer mit dem Ministerium abgestimmten Verfahrensregelung des Landesportbundes konkretisiert und von diesem veröffentlicht. Die landesweite Projektliste wird durch den LSB fortlaufend aktualisiert und dem Ministerium halbjährlich, jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eines jeden Jahres zur Entscheidung/Bestätigung vorgelegt.
Im Vorjahr standen auf der Liste drei Projekte aus dem Bereich des KSB Prignitz. Doch auch hier hat wohl die Corona-Pandemie einiges durcheinander gebracht. „Der SV Quitzöbel hat seinen Fördergeldbescheid bekommen, die Zuwendungen wohl noch nicht. Der Verein will jetzt noch einmal beim Ministerium nachfragen“, erzählt Birka Eschrich. Sie will nicht ausschließen, dass es vielleicht auch am LSB liegen könnte, nimmt diesen aber ausdrücklich in Schutz: „Auch dort gab es viel Pausen wegen Corona“. Die Sportler des SV wollen auf dem Sportgelände ein Mehrzweckgebäude errichten, das sie gemeinsam mit Feuerwehr und Schützenverein nutzen wollen.
Was aus den Zuschlägen für den SV Demerthin geworden ist, darüber hat die KSB-Geschäftsführerin keinen Überblick. Ist der Antrag bearbeitet worden, läuft der weitere Kontakt meist nur noch zwischen Ministerium und Verein. Andererseits weiß Sie, dass ein auf der ehemaligen Prioritätenliste stehender Wittenberger Verein den Termin für die Abgabe verpasst hat.
Für den neuen Goldenen Plan hat bislang noch kein Prignitzer Verein einen Antrag gestellt. Aber ein Klub hat schon Interesse signalisiert. „Der Boxsportverein Veritas Wittenberge möchte auf seinem Gelände einiges tun“, berichtet Birka Eschrich. Das betrifft nach ihrer Aussage wohl Arbeiten am Dach und dem Funktionsgebäude.

Interessierte Sportvereine melden ihren Förderbedarf mittels eines Vorantrages beim Kreissportbund Prignitz (Perleberger Straße 20, 19322 Wittenberge, Telefon 03877/ 563956 oder über Internet ksb.prignitz@web.de) an.

Foto: Oliver Knoll

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Neue Hoffnung für Amateursportler

Sportminister beschließen Rückkehrmodell in sechs Stufen

Frankfurt

Die Sportminister machen Druck auf Länderchefs und Kanzlerin. Ein Rückkehrmodell in sechs Stufen soll Millionen Sportlern möglichst bald wieder den Normalbetrieb ermöglichen – und das am Ende auch mit Wettkämpfen vor Zuschauern. Ein entsprechender Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK) als Empfehlung für den nächsten Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 3. März weckt große Hoffnung bei den rund 24 Millionen Mitgliedern in den etwa 90 000 Vereinen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

„Es wird erkennbar Zeit, dass sich etwas ändert“, unterstrich DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Was nun am Ende am 3. März folgt, wird sich zeigen. Wir hoffen, dass es endlich Perspektiven für den Sport geben wird.“ Für wie dringlich die Sportminister es erachten, wieder Bewegung in den Amateursport zu bringen und einen noch größeren Schaden von der Vereinskultur und -infrastruktur abzuwenden, beeindruckte den DOSB-Boss. „Ich habe es noch nie in meiner siebenjährigen Amtszeit erlebt, dass die Sportministerkonferenz innerhalb von zwei Wochen dreimal getagt hat“, sagte Hörmann. Grundlage für die Initiative der SMK sei die Erfahrung, dass auch bei der Öffnung das Infektionsgeschehen im Sport unter Kontrolle behalten werden könne, hieß es in einer Erklärung.

Wie groß die Auswirkungen der Pandemie sind, belegen Zahlen, die das Statistische Bundesamt gestern veröffentlichte. Demnach können rund 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis zum Alter von 18 Jahren nicht mehr in ihren Sportvereinen trainieren. Anfang 2020 seien gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland in einem Sportclub als Mitglied angemeldet gewesen. Auch die besonders in der Gesundheitsprävention aktiven Senioren sind stark vom Sport-Lockdown betroffen. Von den 22,5 Millionen Menschen in Deutschland, die älter als 60 sind, waren laut Mitteilung 4,7 Millionen in einem Sportclub.„Es wird höchste Zeit, dass das so wertvolle Vereinsleben in den 90 000 sozialen Tankstellen unseres Landes wieder ermöglicht wird“, sagte Hörmann. Neben der Bewegungslosigkeit führe die Situation zu Mutlosigkeit, Lustlosigkeit und Perspektivlosigkeit: „Die körperlichen und psychischen Kräfte sind bei vielen aufgebraucht.“ Sowohl bei den Kindern als auch bei den älteren Menschen nehme die aktuelle Entwicklung Ausmaße an, die erschreckend seien.

Der von den Sportministern vorgelegte Plan reicht von der „Rückkehr zur organisierten Sportausübung mit Abstand/ohne Kontakt in zunächst an die Infektionslage angepassten Gruppengrößen in öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen sowie im öffentlichen Raum“ bis zur „Rückkehr zum Wettkampfbetrieb und Sportveranstaltungen mit sukzessiver Zulassung von Zuschauerinnen und Zuschauern“. In Zwischenstufen sollen zunächst Hallen einbezogen, dann die Abstandsgebote gelockert und schließlich volle Gruppengrößen zugelassen werden.

Quelle: dpa

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